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Amaryllis – wie geht’s weiter

Verfasst am: 09.01.2010, 07:59
Die Amaryllis – genauso genommen die „falschen“ Amaryllis (die auf deutsch genannten Rittersterne gehören zwar zur Familie der Amaryllisgewächse, bilden aber eine von der Gattung der Amaryllis getrennte eigene Gattung namens Hippeastrum) – gehören fast schon zu Weihnachten wie die Weihnachtssterne.

In unzähligen Sortenzüchtungen sind sie eine der wenigen Pflanzenarten, die uns um diese Jahreszeit mit großen, dekorativen Blüten erfreuen.

Jetzt ist die Pracht aber meistens schon hinüber und oft genug stellt sich die Frage, was man unternehmen muss, um diese Pracht im nächsten Jahr wieder zu genießen.

Eigentlich sind Rittersterne recht anspruchslose Pflanzengesellen, die nur auf Staunässe empfindlich reagieren. Fürs erste reicht es somit völlig, den abgeblühten Blütenstiel abzuschneiden und den Topf an einer möglichst hellen Stelle stehen zu lassen.


Foto: Ein Ritterstern im klassischen Rot

Sobald es im späten Frühjahr/zeitigen Frühsommer warm genug geworden ist, freuen sich die Rittersterne über einen sonnigen Platz im Freien, wo sie über die Photosynthese genügend Nährstoffe für die nächste Blüte bilden können. (Aber Achtung beim Rausstellen: Zuerst ein paar Tage in den Schatten, um einen Sonnenbrand der Blätter vorzubeugen.) Zusätzlich ein klein bißchen Dünger – egal ob flüssig oder als Granulat – kann ebenfalls nicht schaden.

Im Juli sollte man dann das Giessen einstellen und auch den Topf so aufstellen, dass kein Regen mehr ran kommt. In den großen Zwiebeln ist mehr als ausreichend Feuchtigkeit gespeichert, dass ein Vertrocknen der ganzen Pflanze fast nicht möglich ist.

Rittersterne kommen nur nach einer trockenen Ruhephase erneut zur Blüte. D.h. sind die Blätter durch Trockenheit welk geworden, beginnt diese Phase und die Zwiebel kann im September aus dem Topf genommen werden. Erde abschütteln, Blätterreste abschneiden (die Wurzeln sollten noch dran bleiben) und die Zwiebel für ca. 6 bis 8 Wochen kühl und dunkel lagern.

Wird die Zwiebel nach dieser Ruhephase wieder in frische Erde eingetopft (stark vertrocknete Wurzeln vorher abschneiden und nur zu max. 2/3 in der Erde versenken), beginnt nach zwei, drei Wochen der Neuaustrieb. Manchmal kommen zwar zuerst die Blätter – aber die Blüte lässt garantiert auch nicht lange auf sich warten.

Autor: federmohn




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