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Der effektivste Weg der Pflanzenvermehrung - Samen anbauen

Verfasst am: 16.01.2010, 08:18
Manch ein Gartenneuling hat sich schon im Anbau von Pflanzen mittels Samen versucht und ist scheitert. Dabei gibt es nur ein paar Kleinigkeiten zu berücksichtigen und der Erfolg stellt sich so gut wie immer ein:

Welche Gefäße kann man zum Anbauen verwenden?
Als Aussaatgefäß ist so gut wie jedes Gefäß geeignet, das über einen ausreichenden Wasserabzug verfügt – egal ob das jetzt extra gekaufte Anzuchtschalen sind oder Joghurt- oder Margarinebecher, in die Löcher zum Wasserabzug geschnitten worden sind. Große Samen baut man am besten gleich einzeln in Töpfen an; bei sehr feinen Samen sind Anzuchtschalen, von denen die Sämlinge dann pikiert werden, die bessere Alternative.

Welche Erde soll verwendet werden?
Handelsübliche Erde ist meist zu stark vorgedüngt und daher für die Sämlingsanzucht nicht geeignet. Günstig für das Keimverhalten sind speziell angebotene Aussaaterden (obwohl hier – je nach Anbieter ein Abmischen mit zusätzliche Sand nicht schlecht wäre); alternativ kann auch Kakteen- oder Kräutererde verwendet werden, da sie in der Struktur ähnlich sind.

Wie tief müssen die Samen angebaut werden?
Sollte auf der Saatgutpackung nichts extra vermerkt sein, gilt die Faustregel: „Jeder Same soll genauso tief in die Erde wie er selber dick ist.“ Sehr feine Samen sind somit fast ausschließlich Lichtkeimer und dürfen daher nur 1 bis 2 mm mit dem Anzuchtsubstrat abgedeckt werden.

Tipp: Nach dem Abdecken des Saatgutes die Erde mit einem Brettchen festdrücken, damit die Samen auch einen guten Erdkontakt haben!

Wieviel/wieoft müssen die Samen gegossen werden?
Falls das Anzuchtsubstrat extrem ausgetrocknet ist, wäre es günstig, es vor dem Anbauen soweit zu wässern, dass eine gleichmässige Grundfeuchte (aber nicht tropfnass) vorhanden ist. Danach wird soviel gegossen, dass diese Grundfeuchte erhalten bleibt. Hilfreich ist dazu, wenn die Anzuchtgefäße in hoher Luftfeuchtigkeit stehen können (z.B. Minigewächshäuser oder Abdecken mit durchsichtigen Tüten). Dann reduziert sich der Giessaufwand enorm und die Keimrate ist in der hohen Luftfeuchtigkeit besser. Trotzdem regelmässig lüften, damit Schimmelbildung vorgebeugt wird!

Tipp: Auch das Beschriften der Aussaatgefäße nicht vergessen!
Auch wenn man beim Anbauen noch ganz genau weiss, was man wo angebaut hat – in einem Monat fängt spätestens das Grübeln an, was jetzt wohl die Zucchini und was wohl die kletternden Kürbisse gewesen sind – von verschieden blühenden Sorten derselben Art zur Beetgestaltung ganz zu schweigen.


Foto: Verschiedene Sorten von Gladiolen – frisch angebaut

Und noch ein Hinweis zum Schluß: Mit der Anzucht von schnellkeimenden Arten nicht zu früh beginnen – sofern man nicht in eine Zusatzbeleuchtung investieren will (siehe dazu Pflanzenanzucht - es werde Licht ).

Mit diesen Informationen im Hintergrund steht einer erfolgreichen Anbausaison 2010 sicher nichts mehr im Wege.

Autor: federmohn




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