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Eugen Ulmer Verlag
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Einmal querbeet durch meinen Gemüsegarten und ab mit dem frischen Gemüse in die Küche – dies beschreibt so ungefähr meine Kochweise, vorallem dann, wenn beispielsweise die Möhren noch klein sind und der Salat schon schießt. Oft kommen die Ideen, was ich später zubereiten werde, beim Hacken oder Unkraut jäten ... Schauen Sie doch mal unter www.einmal-querbeet.de !!
Salate und Gemüse so anzubauen, dass man rund ums Jahr daraus erntefrisch kochen kann, ist das Ziel der Gartenküche. Der Gartenkoch und die Gartenköchin müssen aber auch in Zucchini-Zeiten sowie bei Rote Beete-Überfluss für Abwechslung im Speiseplan sorgen. Hier hilft der Blick ans Mittelmeer, wo Sommergemüse zur Alltagsküche gehören und durch vielfältige Zubereitungsweisen niemals langweilig werden.
Angesichts der in unseren Breiten kurzen Vegetationszeit sollten in einer guten Gartenküche auch ungewöhnliche Gartenerzeugnisse kreativ verwendet werden. Kleinere, unausgereifte Produkte vor dem eigentlichen Erntetermin ebenso wie ungewohnte Pflanzenteile und schossende Gemüsepflanzen eigenen sich für viele traditionelle Gerichte aus fremden Küchen. Solche Rezepte sind asiatisch inspiriert. In China und Südostasien wird jeder Quadratmeter Boden genutzt und alle Wachstumsstadien einer Gemüsepflanze verwendet, damit alle täglich Frisches zwischen die Stäbchen oder in den Wok bekommen.
Anspruchsvoll ist unsere Gartenküche in den Wintermonaten, in denen heute niemand mehr wie einst ausschließlich von eingelagertem Gemüse leben will. Wenn man geschmackvolle, knackfrische Gartenprodukte gewöhnt ist, sind Treibhausgemüse von überall auf der Welt aber auch keine Alternative. Glücklicher Weise wurden inzwischen einige bewährte Gemüsesorten für den Winter oder das zeitige Frühjahr wiederentdeckt. Sie waren durch das jederzeit verfügbare, saisonunabhängige Angebot auf unseren Märkten fast vergessen. Viele alte Gemüsesorten sind heute wieder Samen oder Pflanzen zu kaufen.
Erfreulich ist auch der Reichtum an neuen Gemüsen: einerseits wärmebedürftigen, die früher bei uns gar nicht gewachsen wären und die erst durch Züchtung an unser Klima angepasst wurden und andererseits exotischen, die in Gerichten und Spezialitäten aus Mexiko, Thailand, China, Japan und anderswo unseren Geschmackssinn erfreuen und teilweise problemlos in unseren Gärten gedeihen. Sie alle bereichern die Gartenküche und erlauben neue Rezeptkreationen sowie die Zubereitung von Delikatessen, die man nirgends kaufen kann.
Um für so viel Frisches und Delikates genügend Platz zu haben, sollte der Garten gut geplant und richtig kultiviert werden. Boden, Saaten und Kulturen müssen gegen Spätfrost, Platzregen, Dürre, Hitze und Kahlfröste genauso wie gegen Schnecken oder Blattläuse bestehen. Deswegen säen Gartenköche möglichst querbeet und ernten dann - dank Mischkultur - selbst nach verheerenden Wetterereignissen „das Essen danach“.
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www.einmal-querbeet.de
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Stefanie Goldscheider studierte an der Universität Hohenheim mit Schwerpunkt Pflanzenproduktion und tropisch-subtropische Landwirtschaft. Die Agraringenieurin hält Vorträge und tritt als Expertin zu Gartenthemen, internationaler Landwirtschaft und Ernährung auf. Seit 2002 ist sie Herausgeberin des Onlinemagazins www.biothemen.de und schreibt Berichte über tropische Produkte, Heilpflanzen, Garten und gesunde Ernährung. In ihrem Garten im Nordschwarzwald erprobt sie hunderte von Gemüsesorten und Kräutern und findet meistens etwas Frisches für die Küche.
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