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Kompost, das Gold der Gärtner

Verfasst am: 21.11.2009, 06:43
Oft genug herrscht die Meinung „mit Kompost kann man nicht überdüngen“ – leider ist das Gegenteil der Fall. Zwar gibt es mit Kompost keine „verbrannte Wurzeln“ wie es bei einer Überdosierung mit synthetischen Düngern der Fall sein kann – es kann aber trotzdem zu einem Überangebot an Nährstoffen im Boden kommen, das nicht von allen Pflanzen vertragen wird. Vor allem Pflanzen von Magerstandorten können mit einer Kompostdüngung durchaus Probleme bekommen.

Um langfristig eine Überdüngung zu vermeiden, wird empfohlen nicht mehr als 5 Liter pro Quadratmeter und Jahr (= eine gerade mal 5 Millimeter hohe Schicht!) auszubringen. Nur bei sehr mageren oder ausgelaugten Böden bzw. in Sandböden bei starkzehrenden Pflanzen kann in den ersten Jahren die Dosierung auch etwas erhöht werden.

Wer noch keinen Kompost zur Verfügung hat, dem steht mit dem Rückschnittmaterial von Herbst und Spätwinter schon mal eine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Kompostierung im nächsten Jahr zur Verfügung.

Wer jedoch in diesem Jahr bereits vorgearbeitet hat, der kann jetzt schon seinem Boden die Nährstoffe fürs nächste Jahr zuführen. (Anmerkung: In Abhängigkeit der Zusammensetzung des kompostierten Materials kann auch die Nährstoffzusammensetzung des Kompostes schwanken. Generell enthält er durch grüne Pflanzenmasse relativ viel Stickstoff – ein „Zufüttern“ der Pflanzen mit Hornspänen sollte man bei Kompostdüngung unterlassen.)


Foto: Über ein Jahr gut gelagert, ist der Kompost reif zum Ausbringen

Die beste Zeit für das Ausbringen des Kompostes ist kurz vor dem durchgehenden Bodenfrost. Das hat den Vorteil, dass der Kompost noch locker ausgestreut werden kann, während man im Spätwinter oft genug noch Probleme hat ausreichende Mengen aus dem gefrorenen Komposthaufen zu bekommen.

Ein Nährstoffverlust über den Winter ist jedenfalls nicht zu befürchten: Die im Kompost verfügbaren Nährstoffe müssen erst von Bodenmikroorganismen für Pflanzen verfügbar aufgeschlossen werden. Und diese Aktivitäten sind an die vorherrschenden Bodentemperaturen gebunden und kommen im Winter fast zum Erliegen.

Mit den ersten Frühlingsregen sind die Nährstoffe dann dort, wo sie die Pflanzen benötigen – nämlich im Wurzelbereich.

Autor: federmohn




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