| Verfasst am: 06.12.2009, 09:29 | |||||||
Mir ist vor einiger Zeit in einem Gartenforum folgender Satz eines Users aufgefallen:
Zuerst einmal: Was sind nicht-einheimische Pflanzen oder Neophyten überhaupt? Als Neophyten werden alle Pflanzen bezeichnet, die nach 1492 - egal ob bewusst oder unbewusst - in Gebiete eingeführt/verschleppt wurden, in denen sie vorher nachweislich nicht vorgekommen sind. Das Jahr wurde bewusst gewählt, weil die Entdeckung der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus sozusagen der Startschuss für einen weltweiten Pflanzentransport (anfangs vor allem in Richtung Europa) war. Prof. Dr. Ingo Kowarik (Direktor des Instituts für Ökologie der TU Berlin) hat eine Chronologie der Einführung neophytischer Gehölze nach Mitteleuropa konstruiert.[/color]
Was man in diesem Zusammenhang berücksichtigen sollte:
[color=olive]400 Jahre und erst eine Handvoll Insekten kann davon leben. Dabei wurde der Großteil der "Exoten" erst ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts (also gerade mal vor 150 Jahren) zu uns importiert! Foto: Ein bereits gewohnter Anblick – aber auch der Schmetterlingsflieder (Buddleja) ist nur ein Import aus China. In der freien Natur bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts nachgewiesen, hat er sich entlang von Flüssen und Bahndämmen schon über fast ganz Europa ausgebreitet. Auch wenn bei genauerer Betrachtung das Angebot in den Gärtnereien und Baumschulen stark zusammenschrumpft - vielleicht wäre es beim nächsten Einkauf für den Garten interessant, mal wieder was so "Exotisches" wie ein wirklich einheimisches Gewächs zu kaufen. Tipp: Artnamen, wie x. europeus oder x. germanica lassen auf ein in Europa ursprünglich heimisches Gewächs schließen. Im Internet zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Neophyt (auch die weiterführenden Links am Ende der Seite beachten) Autor: federmohn |
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