Klee im Rasen entfernen

Manche betrachten Klee als ein Symbol für Glück, anderen ist es schlichtweg ein Dorn im Auge. Verwandelt sich die sattgrüne Rasenfläche langsam in eine Kleewiese, ist es an der Zeit den Klee im Rasen zu entfernen.

Klee im Rasen entfernen kann zum Problem werden
Klee im Rasen entfernen kann zum Problem werden

Was leider nicht so ganz einfach funktioniert. Macht sich Klee im Rasen erst einmal breit und verdrängt nach und nach die Gräser, kann schlimmstenfalls nur noch das Anlegen eines neuen Rasens das Problem lösen. Die Gartentipps.de Empfehlung: Wer seinen Rasen vorsorglich und konsequent pflegt und den Rasenboden ausreichend mit Nährstoffen versorgt, der beugt einem Kleebefall bestmöglich vor. Sind Gräser stark und gesund, können sich Klee und Unkraut nicht so leicht ausdehnen. Düngen ist daher eine wichtige Pflegemaßnahme. Es sollte sich maßgeblich um stickstoffhaltigen Dünger handeln, weil dieser das Graswachstum stärkt. Sind Rasenböden stickstoffarm, kann Klee damit ausgezeichnet leben. Gräser aber leider nicht. Hornmehl hat sich bestens bewährt. Dessen Späne sind besonders stickstoffhaltig, aber phosphatfrei. Dadurch wird dem Klee ein wichtiger Nährstoff zum Gedeihen entzogen. Während des Sommers sollte das Bewässern des Rasens zu den Pflichten zählen. Insbesondere an warmen Tagen. Klee kommt mit viel Sonne und wenig Wasser ohne weiteres klar. Es gedeiht weiter und breitet sich aus. Gräser können ohne ausreichend Wasser und bei zu starker Sonneneinstrahlung nicht gedeihen. Sie gehen ein und überlassen dem Klee die Rasenfläche.

Klee bekämpfen: Mähen & Lichtentzug

In den meisten Fällen findet sich Weiß-Klee auf den Rasenflächen. Dieser blüht zwischen Ende Mai und September und zieht vor allem nektarsammelnde Insekten an. Für kleine Kinder und Barfußläufer nicht ganz ungefährlich. Insbesondere für Menschen, die allergisch auf Bienen- oder Wespenstiche reagieren. Aber Weiß-Klee lässt sich einigermaßen gut bekämpfen. Vielfach hilft Mähen in kurzen zeitlichen Abständen schon aus, um das Klee zu schwächen. Mit entsprechender Rasendüngung und mit regelmäßigem Vertikutieren im Frühjahr hat Weiß-Klee kaum noch Chancen. Anders sieht es mit Hornklee oder Sauerklee aus. Beide Kleesorten sind ausgesprochen hartnäckig. Mehrfaches Mähen würde nicht viel bringen. Außer eine Vermehrung des Klees. Beim Hornklee wird sogar das Wachstum durch das Mähen besonders angeregt. Ist die befallene Fläche recht klein, ist der Klee einfach auszustechen und Rasensamen auszusäen. Ebenso hilfreich kann Lichtentzug wirken. Die Stellen, an denen sich Klee breit gemacht hat, sind einfach mit einer lichtundurchlässigen Plane für mehrere Wochen abzudecken. Lichtmangel ist tödlich für Klee. Gras erholt sich wieder.

Klee bekämpfen: Unkrautvernichter & Bodenabtragung

Natürlich kann auch ein handelsüblicher Unkrautvernichter zum Einsatz kommen. Mehrmalige Anwendungen sind aber erforderlich. Wobei diese Methode sicherlich nicht als umweltschonend zu bezeichnen. Daher nur im Notfall darauf zurückgreifen. Keinesfalls ist vor der Anwendung eines Unkrautvernichters der Rasen zu mähen. Denn das Gift wird über die Blätter aufgenommen. Regnen sollte es an dem Tag besser auch nicht. Das Herbizid würde von der Blattoberfläche abgewaschen und könnte seine Wirkung nicht entfalten. Ein großflächiger Befall kann aber auch die vollständige Abtragung der oberen Rasenschicht bedeuten. Gerade, wenn Sauerklee sich auf der Rasenfläche ausgedehnt hat. Was recht zügig passieren kann. Denn Sauerklee vermehrt sich sowohl über Samen als auch über die am Boden liegenden Stängel. Dieses rötlich-braune Klee mit den gelben Blüten lässt sich nicht mit Unkrautvernichtern bekämpfen. Lediglich tiefgründiges und großzügiges Ausstechen des Klees kann noch helfen. Ist die oberste Schicht abgetragen, kann mit der Aussaat des neuen Rasens wieder eine Fläche ohne Klee heranwachsen.


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